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Forscher finden 18 Exoplaneten – die Größe der Erde





Die Suche nach Exoplaneten verbirgt eine ferne Hoffnung der Astronomen. Irgendwann könnte der Blick in den Raum das Leben entdecken. Oder zumindest einen Planeten, auf dem Leben möglich wäre.

In den letzten Jahren hat die Suche nach solchen Exoplaneten enorme Fortschritte gemacht. Tausende wurden entdeckt, aber die meisten von ihnen sind lebensbedrohliche Gasriesen von der Größe von Saturn oder Jupiter.

Göttinger Forscher haben nun mit einer neuen Analysetechnik 1

8 etwa erdgroße Exoplaneten identifiziert. Sie wurden an verschiedenen Sternen gefunden und sind so klein, dass sie in früheren Suchkampagnen übersehen wurden, berichtet das an der Analyse beteiligte Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

Planeten heißen Planeten, die zu einem anderen Stern gehören, der sich um unsere Sonne dreht. Vor allem das Weltraumteleskop "Kepler" hat die Exoplanetenforschung vorangetrieben. Es waren auch die Daten dieses NASA-Messgeräts, die die aktuelle Entdeckung ermöglichten. Auf den meisten Planeten ist es jedoch zu heiß, schreibt das Team um René Heller in zwei Artikeln in der Zeitschrift "Astronomy & Astrophysics".

"Kepler" hat die Helligkeit von Zehntausenden von Sternen beobachtet und nach winzigen, charakteristischen Helligkeitsschwankungen gesucht. Es geht um solche Schwankungen, die von einem Planeten ausgelöst werden, der vor seinem Stern vorbeizieht und dabei einen Teil abblockt des Sternenlichts. Zu einer solchen Ministernfinsternis kann es nur kommen, wenn die Umlaufbahn des Planeten genau in unserer Sichtachse liegt. Auf diese Weise hat "Kepler" mehr als 2000 Exoplaneten entdeckt.

Die meisten auf diese Weise gefundenen Himmelskörper sind vergleichsweise groß – da sie mehr Licht ihres Sterns als kleine Planeten beschatten, sind sie leichter zu erkennen. "Frühere Suchalgorithmen versuchen, undichte Helligkeitsabfälle zu identifizieren", erklärt Heller in einer Stellungnahme seines Instituts. Tatsächlich erscheinen Sterne jedoch am Rand etwas dunkler als in der Mitte, so dass der Helligkeitsabfall aufgrund von Schattierungen zunimmt, wenn sich der Planet in die Mitte des Sterns bewegt. Bei großen Planeten spielt dieser Effekt kaum eine Rolle. Kleine Planeten verursachen jedoch eine allmähliche Abnahme der Helligkeit, die von früheren Analysen leicht übersehen wurde.

Im Video: Sieben erdähnliche Planeten entdeckt

Die Göttinger Forscher haben nun die "Kepler" -Beobachtungsdaten von 517 Sternen neu ausgewertet, in denen bereits mindestens ein Planet gefunden worden war. Sie suchten gezielt nach dem Muster in der Helligkeit des Sterns, das von kleinen Planeten ausgelöst wird. In 18 Fällen fanden die Wissenschaftler, wonach sie suchten. Die neuen Entdeckungen haben eine Größe von ungefähr zwei Dritteln bis zweimal dem Durchmesser der Erde. Fast alle umkreisen ihren Stern innerhalb der zuvor entdeckten Planeten und sind daher 100 bis 1000 Grad Celsius heiß an der Oberfläche – und damit zu heiß für das Leben.

Nur einer der neu identifizierten Planeten dreht sich um seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone, also in einer Entfernung, in der die Oberflächentemperatur flüssiges Wasser zulässt. Flüssiges Wasser ist eine der Grundvoraussetzungen für das Leben, wie wir es kennen. Es ist jedoch nicht bekannt, ob es auf dem Planeten Wasser gibt.

Forscher sehen großes Potenzial in ihrer Analysemethode: Bisher haben sie nur einen Teil der "Kepler" -Daten untersucht. Sie schätzen, dass mehr als hundert andere Exoplaneten in den Gesamtdaten enthalten sind. Darüber hinaus sind Planeten von der Größe eines Planeten besonders interessante Kandidaten für die Suche nach einer "zweiten Erde" im Weltraum, auf der vielleicht sogar außerirdisches Leben existieren könnte.

Einige von ihnen gibt es bereits. Ein vielversprechender Kandidat ist Proxima Centauri b. Es ist ungefähr 4,2 Lichtjahre von der Erde entfernt und daher relativ nah bei uns. Eine Berechnung hatte ergeben, wie viele Menschen benötigt würden, um die Menschheit dorthin zu schicken. Denn ein Raumschiff wäre seit mehr als 6300 Jahren in Bewegung.


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