Home / Unterhaltung / Premiere Kritik: Operngeschichte wird mit Neuinszenierung auf See geschrieben – Vorarlberger Nachrichten

Premiere Kritik: Operngeschichte wird mit Neuinszenierung auf See geschrieben – Vorarlberger Nachrichten



Es gibt keinen Grund, es auszuspucken. Nie zuvor war die Meeresinszenierung eines Festivals so spektakulär wie "Rigoletto", und es blieben nur wenige Fragen offen.

Bregenz Der See blieb am gestrigen Premierenabend von "Rigoletto" ruhig. Am Ende gab es viel Applaus für die Lead-Sänger und den Regisseur. Hat er die Geschichte gehört? Wenn Puccinis "Turandot" etwas zu statisch war und wer in Bizets "Carmen" bemerkte, dass neue Projektionstechniken so erschöpft waren, dass man einen Film fast abwickeln konnte, dann bekommt man jetzt "Rigoletto", wofür Die Bregenzer Festspiele Der deutsche Regisseur, Bühnenbildner und Filmemacher Philipp Stölzl machte auf sich aufmerksam. Elisabeth Sobotka lässt die dritte Inszenierung ihres Intendanz richtig auftauchen. Bereits in den 1

990er Jahren – zum Beispiel für "Nabucco" – hätten ganze Wände auf und ab gefaltet werden können, mehr Bewegung und damit mehr Spektakel als jetzt in dieser Verdi-Oper, die erstmals auf der schwimmenden Bühne aufgeführt wird, war es nie, frage ich mich ob dies die geschichte des berühmten street teasers "la donna è mobile" ist? Wer mit dem gewählten Erzählstil mithalten kann, wird sich freuen, die anderen weniger. Unter den rund 7.000 Erstbesuchern waren letztere kaum zu bemerken.

Übersiedlung in einen Zirkus

Stölzl und einer
Engineering-Team, das keine Herausforderung fürchtet, macht es über 190.000
Zuschauer, die allein in dieser Saison auf dem See auf das Spiel warten
sei nicht zu hart. "Rigoletto" im Zirkus erscheinen zu lassen ist
nicht ausgefallen. Der Narr, die Belesene aus Victor Hugos Drama "Le Roi"
amüsieren ", wird schlecht gespielt, aber letztendlich war er derjenige, der
eine Geliebte lieferte dem König bereitwillig nach der anderen. Weil die Zensur
die aktion musste auf den italienischen mantua übertragen werden, bei stölzl ist es das
der Ring mit Jongleuren, Tierpflegern und einem Clown. Und das ist es
vervollständigt das kühle Drama am Kragen einer Clownpuppe,
das bildet eine Arena. Während der riesige Clowns Kopf, in dem die
Das Schicksal von Rigoletto spiegelt sich in einer der berührendsten Szenen wieder
aufsteigender Ballon, in dem Gilda mit ihrer Arie "Caro nome" die
neu entdeckte Sinn für Liebe drückt sich allmählich auf den Schädel aus
mutiert driftet dieser Kragen auch auseinander.

Rollendebüt in großer Höhe

Stölzl hat die Geschichte zu erzählen
große Gesten fast verinnerlicht, am gestrigen Premiere Abend hast du
nach der Überzeugung, dass diese Szene wohl Operngeschichte schreiben wird. besonders seit,
wenn die koloraturreiche Arie fast einwandfrei gelungen ist. Die junge Französin
Mélissa Petit debütiert in dieser Rolle, kommt mit dem Tempo und der exponierten
hohe Noten sehr gut. Sie hat ihr Timbre nach ihrer Überzeugung
Erschienen als Micaela in der "Carmen" des Vorjahres entwickelt und formt
mit dem bulgarischen Vladimir Stoyanov ein Traumteam, sein
Möglichkeiten bei jedem Spektakel bekommt. Denn in der ersten intimen Vater / Tochter-Szene
Einerseits hält Stölzl die Zeit sozusagen an. Davor hat auch Dirigent
Enrique Mazzola hat das Ensemble ziemlich gehetzt. Eine Absicht, die nicht allen gleich ist
könnte, aber diese Bemerkung entspricht dem Gejammer auf hohem Niveau.

Die großen Brötchen sind in Bregenz dreifach. Auch Stacey Alleaume und Scott Hendricks, Gilda und Rigoletto finden bei der Generalprobe eine perfekte Übereinstimmung. Jedenfalls kann gesagt werden, dass die Klangqualität enorm und mit angemessener Wirkung verschlechtert wurde. Manchmal hat man den Eindruck, dass sich vor der Bühne wirklich ein Orchestergraben befindet. Dies ist nicht der Fall, die Wiener Symphoniker sitzen im Festspielhaus. Sie können sich auf das akustische System verlassen und es in diesem großen Raum hörbar machen, der die Charaktere des Schauspielers nicht vollständig freischaltet, sondern mehrdeutige emotionale Spektren offenbart. Dies gilt für den Herzog, der hier Zirkusdirektor ist, ebenso wie für Rigoletto. Hilft uns die Richtung? Nicht unbedingt und nicht überall und das ist auch ein kleiner Nachteil dieser Produktion oder vielleicht nur ein Kompromiss. Psychologische Hintergründe werden auf den Bildern vergeblich gesucht. Aber es gibt Horrorszenarien im Breitbildformat und Bilder, bei denen der Spieß wegbleibt. Zum Beispiel, wenn der Kopf bis zum Mund in den Bodenseewasser eintaucht, wenn die Augen in alle Richtungen grimmig aussehen oder wenn der Mund nicht nur ein Liebesnest, eine Begnadigung, ein Sexspielplatz oder ein Tatort ist, sondern die gefräßige Speiseröhre, die diesen Rigoletto symbolisiert Er wird den Geist der Rache, den er gerufen hat, nicht loslassen, bis er selbst das Opfer ist. Dort trifft die primitive Form des Theaters, das Puppenspiel, auf die heutigen Trickmöglichkeiten, aus denen Filmemacher wie Bühnenzauberer schöpfen. Dies ist ebenso einnehmend wie genial gelöst und lässt nicht locker.

Wer sich auf diesen narrativen Erlebniseffekt einlässt, ist nach ca. 20 Minuten für einige oder andere Besucher, wie man feststellen konnte, noch etwas irritierend, weil man die Protagonisten in der Messe aus den Augen verlor, in die mitte in der aktion. Sie können sich in Szenen einfangen, in denen selbst die einzigartige Open-Air-Opernproduktion dieser Welt an ein fragwürdiges Limit stößt. Denn dann, wenn die Szenen, sind diese Abseil- und Hängematten-Acts so rücksichtslos, dass sie doppelt getrommelt werden müssen. Oft ist es nicht der Fall: Chapeau! die Sänger.

Auf den Punkt gebracht

Der Amerikaner Stephen
Costello bringt in die Rolle des Herzogs oder Zirkusdirektors eine schöne
Bandbreite der Emotionen und entsprechende Stärke. Die szenische Überraschung
Für sein "La donna é mobile" liefert der Regisseur ein ironisches Image mit dem
gesungene flüchtige Wesen, die ihn lächerlich offenbaren. Philipp Stölzl
ist erfahren genug, um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Muss auch schonen
er hat den macho, der vor kriminalstrafe nicht zurückschreckt
Komponist nicht für ihn bestimmt. Dass er in kurzen Momenten auch ein Liebhaber ist
Der Tenor lässt ihn hören, dass Maddalena eine sehr starke Frau ist
Auch in diesem riesigen Raum macht Katrin Wundsam deutlich. Ganz gleich,
wenn in kürze das mikro weg war, entspricht der antrieb auch Miklos Sebestyén als
Sparafucile und die Stimme von Kostas Smoriginas (Monterone) tun in der Tat etwas
durch Zeichen und Bein. Nichts wird verändert, nur das verstärkt Wolfgang Stefan
Schwaiger singt Marullo, spricht klug für eine Besetzung.

Apropos Zirkus: Die Aufführung
Das Starten von Akrobatik auf dem Vorplatz ist eine gute Idee. Vorarlberger Künstler
kompetent wie eine kleine Straßenmusiktruppe den Standeintritt begleiten,
wo die visuelle Achse dann erweitert. Das Wired Aerial Theatre ist in viel Aufhebens geschult
der Schwerkraft und macht viele zusätzlich zu den großen Stunts und Trapezfeilen
akrobatische Ablagerungen nur in den kleinen Szenen möglich. Manche Dinge sind gut
bewusst verdeckt als charmanter Hinweis auf den "Zauberer von Oz". Wer
Es gelang ihr nicht, eines der rund 190.000 Tickets in diesem Jahr zu besitzen
eine weitere Chance, nächstes Jahr eine Geschichte zu erzählen

Neben "Rigoletto" werden auf dem Festival bis zum 18. August die Opern "Don Quijote", "Eugene Onegin" und "Der Reigen" sowie das Stück "Don Quijote" aufgeführt. Es gibt auch Konzerte und andere Projekte.


Source link