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Amerikas Mission zum Mond – "Dieses Mal werden wir bleiben" – Wissen



  • Die NASA hat angekündigt, die Menschen so schnell wie möglich wieder auf dem Mond zu landen. Dies konnte bereits 2028 geschehen.
  • Eine kleine Raumstation in einer Mondbahn sollte diesem Zweck dienen. Von dort aus sollten Astronauten ihre Mondlandung starten.
  • Langfristig soll die Station als Zwischenstation auf dem Weg zum Mars dienen.

Es ist 46 Jahre her, seit der letzte Mensch den Mond verlassen hat: Am 14. Dezember 1972 kehren Commander Eugene Cernan und der Geologe Harrison Schmitt im Mondormodul der Apollo 17-Mission auf die Erde zurück. Seitdem zeugen nur noch verlassene Flaggen, Mondfahrzeuge und ̵

1; unter anderem – zwei Golfbälle auf dem staubigen Mondboden von den Besuchen der Menschen. Dies sollte sich jedoch nach dem Willen der US-Weltraumbehörde NASA so schnell wie möglich ändern. So bald wie möglich sollten Astronauten wieder auf dem Mond landen, sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine vor einigen Tagen, vielleicht schon im Jahr 2028. Und nicht nur das: "Dieses Mal werden wir bleiben."

Die NASA entspricht somit dem Willen von US-Präsident Trump, bemannten Missionen zum Mond und von dort zum Mars zu schicken. Im Gegensatz zum Apollo-Programm der 1960er und 1970er Jahre sollte die Präsenz des Menschen dieses Mal dauerhafter sein. "Wir wollen nicht nur Fahnen und Fußabdrücke hinterlassen und dann nicht 50 Jahre zurückkommen", sagte Bridenstine. "Wir wollen es nachhaltig gestalten, damit Sie regelmäßig mit Menschen hin und her gehen können."

Die Nasa will sich nicht nur auf ihre eigenen Experten verlassen. Bereits im vergangenen November wurden private Unternehmen ausgewählt, die nun um Aufträge im Wert von rund 2,6 Milliarden Dollar konkurrieren. Die Aufgabe: kleine Sonden auf den Mond zu bringen, die dort Material ablagern. Die Nasa will bis 2024 ein unbemanntes Fahrzeug auf den Mond bringen. Die Hoffnung ist, dass der Wettbewerb zwischen privaten Anbietern die Preise niedrig halten und Innovationen vorantreiben wird.

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Bereits 2026 wird eine kleine Raumstation mit dem Namen Lunar Orbital Platform Gateway (LOP-G) ihren Dienst in einer Mondbahn aufnehmen. Es könnte eine Art Nachfolger der Internationalen Raumstation I werden, deren Lebensdauer wahrscheinlich in den 2020er Jahren endet. Während sich die ISS in ihrer Umlaufbahn jedoch nur 400 Kilometer über der Erde befindet, wäre die Entfernung zu einer Station in der Umlaufbahn von Mond fast tausendmal größer.

So erstaunlich das Projekt auch klingen mag: Die Pläne für dieses Gateway – auf Englisch "Portal" oder "Interface" – sind bereits weit fortgeschritten. Sie werden von der NASA gesteuert, aber auch die kanadischen, japanischen und russischen Weltraumbehörden und die Esa ziehen Investitionen in Betracht. Die Station sollte nur ein Siebtel des Volumens der ISS haben und nicht permanent besetzt sein. Maximal vier Astronauten sollten etwa ein bis drei Monate gleichzeitig dort bleiben können. Verschiedene integrierte Experimente könnten automatisch Daten sammeln.

Die Europäische Weltraumorganisation arbeitet an Plänen für ein "Monddorf".

Von dieser Raumstation aus könnten nach dem Plan der NASA zukünftige Mondmissionen operieren: teilweise mit ferngesteuerten Robotern, einschließlich des erdnahen Teils der Mond wäre teilweise durch ein bemanntes Landemodul erreichbar. Und langfristig plant Nasa, dieses Gateway als Zwischenstation auf dem Weg zum Mars zu nutzen. Astronauten könnten dann das neue Träger- und Raumschiff-System SLS / Orion das derzeit von Nasa und Esa entwickelt wird, nutzen, um zum Gateway zu gelangen und zu einer Mars-Rakete zu wechseln. Der Vorteil wäre, dass man nicht das gesamte Gewicht eines Mars-Raumschiffs für die Reise zum Mars aus dem Schwerefeld der Erde heben müsste.

Ob dies alles geschieht, ist jedoch noch völlig offen. In jedem Fall ist der aktuelle Zeitplan sehr ehrgeizig. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein derartiges Großprojekt seit vielen Jahren verzögert. Darüber hinaus könnten viele der Pläne nach den nächsten US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 aufgehoben oder aufgehoben werden. Experten gehen jedoch davon aus, dass es in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich eine Art menschlicher Außenposten auf dem Mond geben wird.

Schließlich arbeitet die europäische Weltraumbehörde Esa an Plänen für ein sogenanntes "Monddorf" auf der Oberfläche der Satelliten der Erde, die Astronauten leben und arbeiten könnten. Es ist für technische und medizinische Tests für längere Aufenthalte auf dem Mars, aber auch für die Untersuchung des Mondes vorgesehen.

Insbesondere die Urs Mall vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen hält Letzteres für immens wichtig. "Der Mond ist ein Archiv des Sonnensystems", sagt er. "Um dieses Archiv lesen und verstehen zu können, benötigen wir mehr Mondproben." Da es keine Plattentektonik, kein Magnetfeld und keine Abschirmatmosphäre auf dem Mond gibt, wird jeder Asteroideneinschlag wie auf einem Tonbandgerät aufgezeichnet. Dies macht den Mond für Wissenschaftler so aufregend, dass sie die Geschichte der Erde und des Sonnensystems verstehen wollen. Darüber hinaus ist der Mond viel mehr als nur ein dekorativer Anhängsel der Erde: "Ohne einen Mond kann man sich die Erde nicht vorstellen", sagt Mall. Tatsächlich hätte sie nicht einmal eine stabile Drehachse. Feste Jahreszeiten? Könntest du ohne den Mond vergessen?

Es bleibt jedoch die Frage, ob der Mond im Namen der Forschung für Milliarden Euro wirklich besiedelt werden soll. Die Menschen an Bord multiplizieren die Kosten jeder Weltraummission. Wie groß der daraus resultierende Mehrwert ist, ist umstritten. Klar, man kann viel mit Robotern machen, auch wenn es oft gut ist, Leute zu haben, sagt Urs Mall: "Letztendlich ist es immer eine Frage des Geldes."

Wie und wann bringen Nasa und Esa Menschen zum Mond zurück, bringen sie es: es könnte dort so eng werden. Bereits am 21. Februar will das israelische Unternehmen Space IL zum ersten Mal ein privates Roboterlandemodul auf den Mond schicken. Und China plant auch mehrere andere Missionen im Mondprogramm Chang e. Langfristig sollten auch bemannte Fahrgeschäfte mit einbezogen werden.

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