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Apple & Google Pay: Bundesbank warnt vor Übermacht



C Hristian Pirkner hat eine Mission: Der Unternehmer möchte die europäischen Banken vor dem Schicksal der Musik- und Filmindustrie schützen. "Was wir dort durch die Streaming-Dienste Spotify und Netflix gesehen haben, bedroht jetzt die Banken von Apple und Google", sagt der 45-Jährige.

Mit den neuen Angeboten zur Zahlung per Smartphone drängten sie die Banken immer mehr in den Hintergrund. "Wenn die Amerikaner den gesamten Zahlungsprozess des Kunden kontrollieren, sind die Folgen unabsehbar", sagt er. Die Erfahrungen der großen Plattenlabels und Hollywood-Studios mit Spotify und Netflix waren schmerzhaft.

Der in Wien geborene Schweizer reist derzeit durch Deutschland, um Banken, Einzelhändler und letztendlich Kunden von seiner europäischen Lösung zu überzeugen: Bluecode ist der Name, ein blauer Barcode, den der Kunde auf seinem Smartphone anruft und der Kassierer an der Kasse scannt. zusammen mit der Ware.

Bei Bluescan wären Apple, Visa & Co aus dem Bild

. Das Geld wird vom Konto des Kunden abgezogen, Rabatte vom Händler werden direkt abgezogen. Pirkners Versprechen ist, dass sein System mit jedem Smartphone funktioniert, dass Kundendaten niemals das Rechenzentrum der Bank verlassen und alle anderen Unternehmen, Apple und Google, sowie Amazon, MasterCard, Paypal und Visa.

Pirkners Code wird auf den Smartphones von Millionen von Verbrauchern in Europa je offen sein. Hier in Deutschland gibt es nur wenige Fonds, mit denen sie mit dem Bluecode bezahlen können, zum Beispiel bei Galeria Kaufhof und in den weltweiten Fachgeschäften. Aber immerhin findet der europäische Ansatz immer mehr Anhänger, die noch mächtiger sind: Vertreter der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank nennen es immer lauter, alle wollen eine Zahlungslösung "made in Europe" für die digitale Welt.

Bezahlen mit dem Handy sollte sicherer werden

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Shoppen, Geldbeutel bezahlen, bezahlen: absolute Routine der letzten Jahre. Mit dem "Mobile Payment" steht eine neuartige Zahlungsmethode zur Verfügung. Aber viele Deutsche sind zu unsicher. Das sollte sich schnell ändern.

Quelle: WELT / Fabian Dittmann

"Wir unterstützen die Idee einer europäischen Zahlungslösung als Alternative zu den großen Kreditkartenunternehmen und Technologieunternehmen", sagt Burkhard Balz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bundesbank, WELT AM SONNTAG. Der Zentralbank kann es nicht gleichgültig sein, wenn große Technologieunternehmen wie Apple, Google, Paypal und Amazon die Kundenbeziehung übernehmen und Banken nur die Rolle des Zahlungsabwicklers im Hintergrund bleiben. "Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Struktur des Bankensystems", sagt Balz. "Wenn es bei den Banken zu Einnahmeverlusten kommt, stellt sich auch die Frage, was dies für die Finanzstabilität bedeuten könnte." Louder kann den Weckruf einer Bundesbank-Führungskraft in Richtung der inländischen Bankenbranche kaum läuten.

Kunden können in Europa immer noch rein europäisch zahlen. Meistens geschieht dies jeden Tag mit Münzen und Scheinen. Das zweitbeliebteste Zahlungsmittel, das früher Girocard genannt wurde, ist vorwiegend in den Händen lokaler Dienstleister. Vielen Kunden ist jedoch nicht klar, dass sie, sobald sie die Karte außerhalb der Grenze verwendet haben, die Hilfe von Mastercard oder Visa verwenden. Sie übernehmen dann die Zahlung. Auf wessen Dienst er baut, kann jeder anhand des Logos auf seiner Girocard sehen: Maestro gehört Mastercard, Vpay bis Visa.

Aufseher wie Bundesbank-Chef Balz machen sich Sorgen um Nichtbanken mit ihren digitalen Zahlungsdiensten für Smartphones und das Internet. Im Sommer letzten Jahres wurde Google Pay in diesem Land eingeführt, im Dezember folgte Apple Pay. Beide funktionieren ähnlich: Sobald der Kunde seine Kreditkarte virtuell hinterlegt hat, kann er mit seinem Smartphone einen Einkaufsbummel machen. Es reicht aus, wenn er das Gerät einige Zentimeter vor dem Kassenterminal hält. Es fallen keine Gebühren an. Eine Voraussetzung ist gegeben: Die Bank des Kunden muss einen Kooperationsvertrag mit den Technologieunternehmen abgeschlossen haben.

Die Entfremdung von Banken nimmt zu

Für Banken ist das ziemlich heikel. Denn auch wenn die gespeicherten Karten und Konten zu ihnen gehören – von da an spürbar – zahlen Kunden nicht mehr mit einer Karte ihrer Bank, sondern mit Apple oder Google. Je größer der Abstand zu den eigenen Angeboten ist, desto höher ist das Risiko für die Institute.

Diese Verfremdung geht noch weiter. Seit Herbst reicht ein Paypal-Konto und eine Mastercard, um an der Kasse mit einem Android-Smartphone zu bezahlen. Apple wiederum kündigte vor kurzem an, dass er zusammen mit der US – amerikanischen Bank Goldman Sachs eine eigene Kreditkarte mit einem Discount – System herausgibt, zunächst nur in den USA, jedoch mit dem Sprung nach Europa – mit Goldman Sachs als Partner, ohne Deutsch oder Deutsch Europäische Banken.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die 80 Prozent des deutschen Einzelhandelsmarktes untereinander aufteilen, schätzen das Risiko ihres eigenen Bedeutungsverlusts im Gegensatz zu dem der Bundesbank bisher ein. "Andererseits sprechen die Sparkassen mehr als nur Anbieter von Zahlungslösungen", sagt Joachim Schmalzl, Vorstandsmitglied der deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

Das Angebot umfasste auch Hypotheken, Spareinlagen und Darlehen. Außerdem hat man bei Kwitt bereits eine Zahlungslösung, mit der man große Hoffnungen verbindet. Bereits heute können alle Kunden der beiden Institutsgruppen Geld über eine App in Echtzeit versenden. "Wir wollen diese Kooperation international ausbauen", sagt Schmalzl.

Apple Pay soll bald Volksbanks gewährt werden

"Wir akzeptieren den Wettbewerb von globalen Anbietern", sagt Andreas Martin, Vorstandsvorsitzender des Verbandes deutscher Genossenschaftsbanken. Er weist darauf hin, dass die Girocard des heimischen Bankensektors das am schnellsten wachsende Zahlungsmittel in Deutschland ist. Ein Ausschluss oder Ausschluss weder von Martin noch von Schmalzl hält die richtige Strategie für sinnvoll. 2019 wollen beide Apple die Tür öffnen. Dann sollten alle iPhone-Benutzer unter den Kunden mobil bezahlen können, was bisher nur mit Android-Geräten möglich ist.

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Die Forderung Nach einer rein europäischen Lösung wollen sie sich jedoch nicht in beiden Lagern schließen, sondern Bedingungen formulieren: Wenn die Politik das tun will, muss sie auch sicherstellen, dass sich die Investitionen für die Banken lohnen, heißt es von beiden Verbandsdirektoren unisono. Für Verbraucher, die nicht gut klingen, bedeutet dies nichts anderes, als dass die Institute dann auch entsprechende Gebühren erheben wollen.

Die Diskussion steht noch am Anfang: "Ich appelliere an die Branche: Überlegen Sie, welche Produkte Sie nutzen, um die Angebote von Apple & Co. zu beantworten", sagt Bundesbank-Vorstand Balz. Sie würden eine europäische Lösung unterstützen, aber sie müssten die Banken selbst implementieren.

Dieser Artikel stammt aus der 7-wöchigen redaktionellen Finanzserie MY MONEY in der WELT und dem WELTLICHEN SONNTAG. Interessieren Sie sich für weitere hilfreiche Verbrauchertipps zum Thema Geldanlage? Dann testen Sie das WELT AM SONNTAG-Freihaus und finden Sie heraus, wie Sie mehr aus Ihrem Geld machen können.


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