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"Corporate Zombies" geben auf: Insolvenzverwalter erwartet Insolvenzwelle 2019



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Insolvenzverwalter Flöther rechnet im kommenden Jahr mit weiteren Geschäftsausfällen.

picture alliance / dpa

Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Es gibt jedoch Anzeichen, dass sich die Erholung verlangsamt. Laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther dürfte der 2019 zu weiteren Insolvenzen führen. Zwei Branchen und insbesondere eine Region sind wahrscheinlich betroffen.

Laut Insolvenzverwalter Lucas Flöther wird im kommenden Jahr eine Insolvenzwelle die Automobilzulieferer, den Einzelhandel und die östlichen Bundesstaaten treffen. "Die Konkurse steigen bereits wieder leicht an, und das wird sich im nächsten Jahr noch verschlimmern", sagte Flöther. Der Insolvenzverwalter von Air Berlin ist Sprecher des Gravenbrucher-Kreises und vertritt damit die führenden Vertreter seiner Branche.

Der Boom und die anhaltende Niedrigzinspolitik decken laut Flöther ab, dass viele Unternehmen seit geraumer Zeit ohne wettbewerbsfähiges Geschäftsmodell unterwegs sind. Ähnlich argumentierte die Wirtschaftsinformationsagentur Bürgel. Daher beginnen im gesamten Geschäftsjahr 305.000 Unternehmen mit finanziellen Problemen im neuen Jahr, was ein erhöhtes Insolvenzrisiko bedeutet.

Das Problem ist laut einem Bericht in Sachsen-Anhalt und Sachsen, in dem jeder von fast 12 Prozent aller Betriebe als gefährdet eingestuft wird, besonders groß. Laut der Studie von Bürgel befinden sich in Bayern und Baden-Württemberg nur 6,4 bis 7 Prozent der Unternehmen in einer finanziellen Notlage.

Sogenannte Unternehmenszombies

Unternehmen, deren billiges Geld fehlende Geschäftsmodelle abdeckt, werden auch als "Unternehmenszombies" bezeichnet. Sie existieren in allen Wirtschaftsbereichen, sagte Flöther, aber "sind vom Abschwung besonders betroffen". So hat der Handel in letzter Zeit steigende Insolvenzzahlen erlebt. Das Ende des Aufschwungs ist jetzt bei den Automobilzulieferern spürbar. Die Nachfrage nach Rehabilitationsexperten steigt, mehrere Insolvenzen wurden gemeldet. Die Branche leidet unter der Dieseldiskussion und einer nachlassenden internationalen Nachfrage.

Die Umstellung auf Elektromobilität macht viele Komponenten, auf die sich Automobilzulieferer spezialisiert haben, überflüssig. "Die niedrigen Zinssätze und die gute Wirtschaft haben viele Unternehmen maskiert, dass sie keine echte Perspektive für die Fortsetzung und keinen Plan für die Änderung der Automobilindustrie haben." Das wird jetzt ans Licht kommen. "In Ostdeutschland gibt es viele Automobilzulieferer." Gleichzeitig gibt es oft keine über Jahrzehnte gewachsenen Familienunternehmen, die schwächere Phasen besser kompensieren können ", sagte Flöther, der seinen Firmensitz in Berlin hat Halle, Sachsen.

Der Tod von "Corporate Zombies" ist aus seiner Sicht nicht beunruhigend, Flöther sprach von einem "absolut gesunden Prozess", der regelmäßig beobachtet wurde. Die Bauwirtschaft traf es Anfang der 2000er Jahre. " Die gesamte deutsche Solarbranche ging in die Knie, weil die Module in Deutschland nicht mehr zu vernünftigen Preisen produziert werden konnten. "Das lässt sich kaum stoppen." Wenn der Markt für eine ganze Branche oder Branche bricht, kann das nicht einmal der beste Restrukturierungsexperte Hilfe. "


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