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„Hart aber fair“: Politiker reden, die Klima-Aktivistin bleibt trotzig



A m Freitag will die schwarz-rote Bundesregierung ihrer Klimaschutz-Pläne, über die vermutlich bis kurz vor Schluss noch hart verhandelt wird, vorstellen. Am Tag darauf beginnt in New York der UN-Klimagipfel und das Freitags-Für-die-Zukunft-Bündnis ruft zum globalen Klimastreik auf. Schwer auch vorstellbar, dass in dieser Woche eine Talkshow um das Thema Klimawandel herumkommt. „Woche der Entscheidung – wer zahlt für die Klimarettung?“, Frank Plasberg war nicht allzu überraschend die Gäste seiner „Hart aber fair“ -Sendung.

Matthias Miersch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag, für die SPD. Außerdem in der Runde: „Zeit“ -Journalistin Petra Pinzler und der bloggende Ökonom und Unternehmensberater Daniel Stelter, der unter anderem für das „Manager Magazin“ und „Cicero“ schreibt. Und ̵

1; mit der Studentin Leonie Bremer aus Berlin – eine Vertreterin von Freitag für die Zukunft.

Wer, wie leider häufig bei Talkshows zum Thema, fehlte, war ein Klimaforscher. Wie selten Wissenschaftler, in dem Fachgebiet auskennen, in dem Debatten eingeladen werden, das trägt schon absurde Züge.

 Gäste bei Frank Plasberg; Peter Altmaier, Leonie Bremer, Petra Pinzler, Daniel Stelter, Matthias Miersch

Gäste bei Frank Plasberg; Peter Altmaier, Leonie Bremer, Daniel Stelter, Petra Pinzler, Matthias Miersch

Quelle: WDR

Der provozierende Gast

suche, um den Hass und das Häme zu stoßen, der Freitags-Für-die-Zukunft-Aktivistin Leonie Bremer dort entgegen gebracht wird.

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Was Bremer dafür getan hat : Sie machten keinen Hehl daraus, dass sie der Politik und besonders der Bundesregierung nicht über den Weg traut.

Bremer weigerte sich auch, stolz zu sein auf das, was die Freitags-Für-Bewegung erreicht hat. „Stolz bin ich erst, wenn das Klimakabinett unsere Forderungen umsetzt“, sagte sie trotzig. Keine Frage: Bremer möchten störrisch, schnippisch, alles andere als vermittelnd.

Der gescheiterte Umarmungsversuch

Dabei hatte CDU-Minister Altmaier nichts unversucht gelassen, die Aktivistin gnädig zu stimmen. Gleich mehrfach hat er davon erzählt, wie er sich durch Berlin bewegt, „auch ins Ministerium“ fahre gelegentlich mit dem Fahrrad. Und wenn Sie zum Essen kommen, dann gibt es heute nicht mehr wie früher Rinderfilet, sondern Hähnchen oder Geflügel.

Leonie Bremer ließ solche Anekdoten und sich abperlen, reagierte mit genervten Blicken . Auch auf die Avancen, die Matthias Miersch machte, hat sie zurückgewiesen. Der SPD-Mann hatte versucht, die Freitags-für-die-Zukunft-Bewegung als Verbündeten im Kampf gegen einen in Klimaschutzfragen zaudernden Koalitionspartner zu vereinbaren – worauf Bremer aber nicht ansprang.

: dass das Klimapaket der Regierung die Aktivisten von Fridays For Future nicht reichen wird.

Die Zahlen des Abends

Es war eine Sendung mit allerhand Zahlen. Zum Beispiele diese: 849. So häufig fliegt die Flugbereitschaft der Bundeswehr pro Jahr ohne Passagiere zwischen Berlin und Bonn. Der Grund dafür: The flight safety is also 20 years after berlin to the Government seat is also ever in the previous capital bonn stationiert. Die Kanzlerin oder der Bundespräsident muss erst einmal in Berlin eingesammelt werden, bevor ihr Flug weitergeht. Für die Klimabilanz der Regierung ist das ein Debakel. Dass Peter Altmaier dieses Dilemma mit dem Stolz auf die „Bonner Republik“ zu erklären versuchte, überzeugte niemanden so recht.

 Leonie Bremer ist Aktivistin für die Zukunft

WDR

Beachtlich ist auch die Zahl der innerdeutschen Flüge zwischen Berlin und Bonn, die Regierungsbeamten in Anspruch nahmen: 109.422 Flüge wurden 2018 gebucht. Mit der Bahn wurde nur ein Bruchteil der Reisen absolviert.

In diesem Jahr wurden bereits 750.000 neue SUV-Fahrzeuge zugelassen.

Die Gespenster des Abends

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„Zuckerbrot und Peitsche“

Der Greta-Moment [19659008] Keine Klimadebatte ohne Greta Thunberg. Das ist längst Usus. Bei „Hart aber fair“ hatte der Profisegler Boris Herrmann, der die schwedische Klima-Aktivistin auf seiner Yacht medienwirksam nach New York brachte, noch einmal einen Auftritt – im Einzelgespräch mit dem Moderator.

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Aus dem Schwärmen kam er dabei nicht heraus. Lobend erwähnte er, dass er bei Thunberg auf dem Trip nie auch nur eine Spur von Seekrankheit bemerkt habe. „Sie saß in der Ecke und hat gelächelt“, erzählte er.

19659002] Boris Herrmann zieht trotzdem eine positive Bilanz. Der Segelsportler glaubt, dass Thunbergs ungewöhnliche Art, zu reisen, viele zum Nachdenken gebracht hat. „Niemand kann heute allein hundertprozentig nachhaltig leben“, sagt er. „Was wir brauchen, ist eine gute Politik.“


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