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John Major gegen Boris Johnson: Eliminierung des "Elder Statesman"



J ohne Major kennt die Sache – unter dem entgegengesetzten Vorzeichen. Als der damalige britische Premierminister in den 1990er Jahren den Vertrag von Maastricht durch das Unterhaus bringen wollte, waren es die "Euroskeptiker" in seinen eigenen Reihen, die konservative Fraktion, die ihm das Leben schwer machten. Major verlor auch eine wichtige Stimme. Zu dieser Zeit gab es jedoch noch einen Rest an Fraktionsdisziplin: Als er die Umfrage am nächsten Tag wiederholen ließ und zum Vertrauensvotum erklärte, wandten sich die inneren Parteikritiker zu.

  Jochen Buchsteiner "width =" 80 " data-retina-src = "https://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/1[ads1]425181498/1.2906584/avatar80x80/jochen-buchsteiner.jpg" title = "Jochen Buchsteiner" class = "Medien cbx-Author_Avatar" height = " 80 "onload =" processRetinaDerivate (this); "/>
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<p class= Damals gab er sein vielleicht berühmtestes Interview. Als er glaubte, die Mikrofone seien ausgeschaltet, erklärte er, warum er die drei Euroskeptiker in seinem Kabinett, die gegen ihn intrigiert hatten, nicht rausgeworfen hatte. Major sagte, dass das schlimmste Gift für einen Premierminister mit einem knappen Abstand von denen kam, die nichts geworden waren oder gefeuert wurden. "Wollen wir noch drei Bastarde da draußen haben?" Das Zitat verfolgt ihn bis heute.

Neue Schärfe

Selbst dann erging es der Konservativen Partei nicht gut, und Major weiß, wie man kämpft. Aber die Mittel, mit denen Boris Johnson versucht, seine Gegner auszuschalten, gehen zu weit. Nach dem vom Premierminister bewilligten Parlamentsurlaub schloss sich Major der Klage gegen den High Court an. Dass die Richter keinen Verstoß gegen die Verfassung sahen und darauf hinwiesen, dass politische Fragen nicht vor Gericht verhandelt wurden, mag Major missfallen haben. Jetzt hofft er, dass sich der Oberste Gerichtshof diese Woche mit dem Fall befasst.

Nachdem Major 1997 gegen Tony Blair verloren hatte und der Partei das schlechteste Ergebnis seit mehr als 150 Jahren bescherte, war er still geworden. In den glanzlosen sechseinhalb Jahren seiner Amtszeit war er nie aus den Schatten seiner erfolgreichen Vorgängerin Margaret Thatcher herausgetreten. Major wurde Präsident des Surrey County Cricket Clubs und schrieb gelegentlich Kommentare im Stil eines milden älteren Staatsmannes. Das EU-Referendum von 2016, in dem er sich leidenschaftlich für "Remain" einsetzte, löste sein Feuer erneut aus. Je stärker die Lager nach der Volksabstimmung polarisierten, desto schärfer wurde der staatsmännische Ton des Majors.

Vor allem der 76-jährige Politiker kann seine Verachtung für Johnson kaum verbergen. Kürzlich beschuldigte er ihn, Abgeordnete "aggressiv eingeschüchtert" zu haben, und beschwerte sich darüber, dass Johnson, der "keine Mehrheit und kein Mandat" habe, die Partei in eine "Sekte" verwandelt habe. Auf diese Weise wurde bisher nur die Labour Party angegriffen. Einige Tories erfreuen sich auch einer gewissen staatlich geförderten Empörung von Major. Vor den Wahlen von 1997 war er selbst früher als üblich beurlaubt worden, um eine unangenehme Debatte zu vermeiden.


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