قالب وردپرس درنا توس
Home / Unternehmen / Kritik an VW-Chef Diess: Unkenntnis des Themas Menschenrechte

Kritik an VW-Chef Diess: Unkenntnis des Themas Menschenrechte



VW hat eine Fabrik in Xinjiang. Von den Menschenrechtsverletzungen bis zu den Uiguren dort wisse er nichts, sagte VW-Chef Diess. Es gab starke Kritik. Denn natürlich weiß es VW – und hat sich auch anders ausgedrückt.

Von Steffen Wurzel, ARD-Studio Shanghai

Herbert Diess Anfang dieser Woche bei einer Veranstaltung im Rahmen der Shanghai Automesse. Ein BBC-Reporter in einem britischen Fernsehsender spricht den Volkswagen-Chef zu einem heiklen Thema an: systematische Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang im Nordwesten Chinas. Hintergrund der Frage: Volkswagen betreibt seit mehreren Jahren eine Fabrik im muslimischen Teil des Landes.

Das ist zunächst selbstbewusst: Er ist stolz darauf, dass Volkswagen Arbeitsplätze in Xinjiang schafft. Was er zu den Internierungslagern gesagt hat, hakt der Reporter Robin Brant. Und die Tatsache, dass Chinas Staats- und Parteiführung in diesen Lagern eine Million Uiguren halten? Das kann er nicht beurteilen, sagt Deiss. Er wusste nicht, was mit der Frage gemeint war.

"Die Situation in der Region Xinjiang ist bekannt"

Der Interviewauszug wurde in den letzten Tagen vor allem von englischsprachigen Medien verbreitet. Dies hat eine Welle der Empörung in der ganzen Welt ausgelöst. Zu Recht hält Wolfgang Büttner von Human Rights Watch, einer Menschenrechtsorganisation, die Aussage von Die als "entweder naiv oder heuchlerisch", sagt Büttner. "Die Situation in der Region Xinjiang ist bekannt ̵

1; durch die Medien und die internationale Öffentlichkeit – es ist wirklich beängstigend, dass Mr. Diess der BBC sagt, er wisse nichts von den dortigen Umschulungslagern."

Was hinter dem Zeugnis von Diess steht Seien Sie klar, sagen Menschenrechtsaktivisten: Weil China für Volkswagen der mit Abstand wichtigste Markt ist, versucht das Unternehmen dort alles, um Probleme mit dem Unternehmen nicht zu beleidigen Behörden. Aber viele deutsche Geschäftsleute in China schütteln den Kopf über die Aussagen des VW-Chefs. Man kann die Beschwerden in China sehr zuversichtlich und mit Rückgrat ansprechen, wenn man den richtigen Ton trifft, sagte ein hochrangiger Manager einer großen deutschen Gruppe im ARD-Radio Shanghai.

VW-Konzern relativiert Aussage des Chefs [19659006] Inzwischen hat der VW-Konzern die Aussagen des Chief Executive Officer relativiert. Volkswagen ist sich der Situation in der Region Xinjiang bewusst, sagte ein Unternehmenssprecher. Man bemüht sich, lokal zur Entwicklung der Region und zum Zusammenleben der lokalen Gemeinschaften beizutragen.

Würzig zur Sache: Eigentlich hätte der Volkswagen-Chef in Shanghai eine Frage zu Xinjiang erwartet. Das Thema kommt immer weiter. Das Radio ARD beispielsweise sprach Diess im Januar bei einem internationalen Gruppeninterview in Peking über die politische Situation in Xinjiang an. Damals gab der VW-Chef die Frage an den damaligen China-Vorstandsmitglied Jochem Heizmann weiter, der jetzt im Ruhestand ist.

Unabhängige Berichterstattung aus Xinjiang schwierig

Volkswagen stellt sicher, dass die Menschenrechte in den Werken des Unternehmens geschützt werden, sagte Heizmann zu dieser Zeit in englischer Sprache. Und stellen Sie sicher, dass auch Angehörige ethnischer Minderheiten Arbeit finden. Vor allem in Xinjiang unterstützt Volkswagen zahlreiche soziale Projekte und es ist zu hoffen, dass sich die politische Situation in Xinjiang stabilisiert.

Das geschah zumindest aus der Perspektive der uigurischen Minderheit in Xinjiang nicht. Im Gegenteil, Überwachung, Unterdrückung und die kulturelle Unterdrückung der Uiguren durch chinesische Behörden sind lautstarker als je zuvor, sagen Menschenrechtsaktivisten.

Es ist auch schwieriger, sich ein genaues Bild der Situation vor Ort zu machen. Chinas Staats- und Parteiführung verhindert, dass sich internationale Beobachter, Journalisten und Diplomaten in Xinjiang frei bewegen können.

Inforadio hat dieses Thema am 20. April 2019 um 07:51 gemeldet.


Source link