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Milliarden für die Aktionäre: Geldmaschine JPMorgan



Die US-Bank verdient vierteljährlich Milliarden – und weiß kaum, wohin sie mit ihren Mitteln gehen soll. Der Dollar wird nun über ein riesiges Dividenden- und Aktienrückkaufprogramm an die Anleger ausgeschüttet.

Die US-Bank wird in den kommenden Monaten ungefähr 40 Milliarden US-Dollar direkt und indirekt an die Aktionäre ausschütten, die größte Auszahlung in der Geschichte von JPMorgan. Die Begeisterung hinterlässt eindeutig die zweitgrößte Geldaktion im US-Bankensektor: Wells Fargo zahlte im vergangenen Jahr rund 32 Milliarden US-Dollar aus.

Dividenden- und Aktienrückkäufe

Der Weg zu JPMorgan bestand darin, einen im Frühjahr in den USA durchgeführten Bank-Stresstest zu bestehen, der das gute Kapital des Instituts bescheinigte. Zum einen wird JPMorgan die vierteljährliche Dividende ab dem dritten Quartal 201

9 von 80 auf 90 Cent je Aktie erhöhen. Andererseits wird ein Aktienrückkaufprogramm eigene Wertpapiere im Wert von 29,4 Mrd. USD kaufen. Ein Schritt, der den Preis von JPMorgan-Aktien erhöht und damit indirekt den Aktionären zugute kommt.

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In jedem Fall hat der Aktienkurs des Bankenriesen in den letzten Monaten wieder zugelegt. Seit Jahresbeginn ist er an der New Yorker Börse um rund 15 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die deutschen Bankaktien der Deutschen Bank und der Commerzbank gaben im gleichen Zeitraum im gleichen Tempo weiter nach.

US-Banken sind auf Europäer angewiesen

Die US-Banken sind die deutschen, aber auch die rentabelsten europäischen Institute der letzten Jahre, da die Hypotheken- und Wirtschaftskrise ohnehin weit vorangeschritten ist. Während die Banken auf dem "alten" Kontinent häufig gerne Gewinne erzielen, erwirtschaften Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs oder JPMorgen Quartal für Quartal Milliardengewinne. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens EY haben die zehn größten europäischen Banken ihr Ergebnis im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf insgesamt 52 Milliarden Euro verbessert. Die Institute auf der anderen Seite des Atlantiks bewegten sich mit einem Plus von 88 Prozent auf umgerechnet 138 Milliarden Euro.

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JPMorgan meldete am Dienstagnachmittag ein Nettoeinkommen von fast 10 Milliarden US-Dollar für den Zeitraum.

Besser aus der Krise

Europäische Finanzinstitute leiden weiterhin unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und müssen teilweise sogar Strafen für Einlagen zahlen, sagt EY. Die sich abschwächende Konjunktur in Euroland verlangsamt sich ebenfalls. Darüber hinaus gibt es viele Hinterlassenschaften aus der Hypothekenkrise. Die US-Regierung hatte nach der Finanzkrise 2007/2008 zwangsweise Staatsgelder bei den Banken bestellt – und auch dafür gesorgt, dass sich der dortige Finanzsektor deutlich schneller erholte. In den letzten Jahren hat die Branche auch von Sondereffekten der US-Steuerreform profitiert. Gleichzeitig führten steigende Zinsen zu höheren Zinserträgen.

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AB

Quelle: boerse.ard.de


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