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Nintendo Switch: Pokémon "Sword" und "Shield" im Test



D Die Entscheidung zwischen Bisasam, Glumanda und Schiggy im Jahr 1999 war für viele deutsche Videoplayer wahrscheinlich die schwerste ihres Lebens. Diese Namen waren die ersten drei Pokémon, kleine Taschenmonster des japanischen Entwicklers Game Freak, die den Beginn einer der erfolgreichsten Marken weltweit bildeten. Laut The Pokémon Company, dem Unternehmen hinter der Serie, liegt die weltweite Marktgröße bei über 48 Milliarden Euro.

Bisher wurden weltweit mehr als 340 Millionen Videospiele verkauft. Aber der Hype um Taschenmonster ist ungebrochen. Kurz vor der Weihnachtszeit sind zwei neue Spiele der Serie auf der Nintendo-Konsole "Switch" erschienen, die zum achten Mal neue Kreaturen in die Serie bringt: Pokémon "Sword" und "Shield".

Spieler zwischen den Starteinheiten Chimpep, Hopplo und Memmeon entscheiden. Das Gameplay ist über 20 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Titels unverändert: Ein junger, aufstrebender Held aus einem kleinen Dorf möchte der beste Pokémon-Trainer in der Galar-Region werden. Dort sammeln und trainieren viele Menschen die kleinen Kreaturen und lassen sie in Kämpfen gegeneinander antreten.

Dynamax ist ein neues Element, das Pokémon stärker macht.

Wenn Sie viel mit Ihrer Sache zu tun haben, können Sie sich der "Pokémon League" stellen und eine Art Taschenmonsterkönig werden. Traditionell misst sich die Hauptfigur mit einem Rivalen. Um die Sammlung der Taschenmonster zu erweitern, müssen diese erst entdeckt, im Kampf geschwächt und dann gefangen genommen werden. Nur dann können sie im Wettbewerb mit anderen Trainern eingesetzt werden. Für alle Kämpfe gilt das "Scheren-Stein-Papier-Prinzip": Beispielsweise löscht Wasser Brände sehr effektiv, während Flammen verheerende Auswirkungen auf Pflanzen haben.

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Die neuen Pokémon-Editionen präsentieren sich erstmals in einer wahren 3D-Welt. Die neue Galar-Region, die zum ersten Mal erkundet werden kann, ist dem vorindustrialisierten Großbritannien nachempfunden und kann im Laufe der Geschichte immer freier erkundet werden. Idyllische Dörfer und Metropolen wechseln sich mit dunklen Minen und großen Wäldern ab, Spieler entdecken dampfende Schornsteine, rasselnde Zahnräder oder steinerne Burgen.

Jedes Stück der Karte, das zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Zug oder dem Flugzeug mit dem Taxi befahren werden kann, punktet mit seinem eigenen Stil. Freilaufende Taschenmonster und Teamkollegen scheinen zum ersten Mal am Leben zu sein. Dazu trägt auch die neue Kameraperspektive bei: Sie können jetzt über die Schulter Ihres Vaters schauen und die Kamera in einigen Bereichen sogar frei bewegen. Dies sorgt für mehr Nähe zum Gameplay.

Aber auch innerhalb der Kämpfe ist trotz des identischen Grundprinzips viel passiert. Wer der beste Trainer des Landes werden will, muss die sogenannte Arena Challenge bestehen, bei der insgesamt acht Arenaleiter besiegt werden wollen. Dieses Prinzip ist nicht neu, aber die Präsentation wurde erheblich verbessert.

Schwierigkeitsgrad ist kaum herausfordernd

Beispielsweise müssen kleinere Rätsel gelöst werden, bevor ein Showdown in einem überfüllten Stadion stattfindet. Dort wird die Musik dynamischer, das Publikum jubelt – zum ersten Mal wird die Pokémon-Serie der Idee eines Wettbewerbs wirklich gerecht.

Die Kämpfe selbst sind durch eine neue Funktion abwechslungsreicher geworden: Dynamax ist ein neues Element, das Pokémon und seine Angriffe für drei Runden stärker macht. Die Taschenmonster werden zu riesigen Kolossen, deren Angriffe mächtiger werden. Dies macht den Kampf zu einem echten Showdown, bei dem die Konsole vibriert und Animationen den gesamten Bildschirm einnehmen.

Trotzdem: Für Erwachsene und Serienveteranen ist das alles leicht zu meistern – in der Geschichte ist der Schwierigkeitsgrad kaum herausfordernd, die Arenaleiter sind leicht zu besiegen. Für Kinder und Neulinge mag die Herausforderung angemessen sein, während Kenner normalerweise auf der Suche nach neuen Monstern und dem nostalgischen Gefühl sind.

Aber genau an diesen beiden Punkten liegt auch die größte Schwäche des neuen Titels. Weil Entwickler Game Freak eine Menge Pokémon für "Schwert" und "Schild" gelöscht hat. In früheren Spielen konnten nicht alle Monster gefangen, sondern zumindest aus älteren Spielen importiert werden. Dies ist nicht mehr möglich – ältere Favoriten wie Schiggy oder Bisasam sind einfach nicht mehr verfügbar. In Bezug auf den Pokédex, in dem alle Pokémon aufgelistet sind, nannte die Community die Entscheidung "Dexit" – weil die fehlenden Monster einfach aus diesem Pokédex gelöscht wurden.

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Viele der Fähigkeiten des Spiels wurden entfernt, einschließlich der beliebten Mega-Spiele. Es gibt keine Entwicklungen mehr. "Wir wussten, dass wir nicht alle Pokémon für immer behalten können", erklärten die Entwickler. Die neuen Spiele waren eine gute Zeit für die Überarbeitung. Die verbleibenden Monster sollten ein breites Publikum ansprechen und das Gameplay-Prinzip im Gleichgewicht halten.

Darüber hinaus wiesen die Macher darauf hin, dass die Übertragung von Hunderten alter Charaktere in den neuen Spielen zu teuer sei. Dieses Argument verärgerte die Fans besonders, da direkte Vergleiche zeigen, dass viele Modelle von älteren Spielen kopiert zu sein scheinen, obwohl sie noch für Konsolen mit viel geringerer Leistung ausgelegt waren. Während neue Pokémon aufwändige Bewegungen für ihre Angriffe ausführen, wackeln ältere Monster nur leicht, um Angriffe auszulösen. Die Entwickler haben das Franchise belogen und ruiniert, Nutzer beschweren sich im Netz.

Aber auch jenseits dieser Diskussion fällt auf, dass die Entwickler in der achten Generation 890 Taschenmonster erfunden haben. Eine Ente, die wie ein Ritter aussieht und mit einem Stock gegen einen Lauch kämpft, wie zum Beispiel "Lauchzelot", scheint lustig, ist aber nicht sehr kreativ.

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Auch grafisch haben sich einige Schwachstellen eingeschlichen: insbesondere sogenannte Pop-ups stört Sie, wenn Charaktere oder plötzlich "aufplatzende" Gebäude am Horizont stehen, die vor Sekunden noch leer waren. Auch die große "Naturzone" in der Kartenmitte wirkt im Vergleich zu den opulenten Städten eher lieblos.

Böse Zungen könnten behaupten, dass sich die Serie in den letzten 20 Jahren kaum entwickelt hat und mit den neuen Teilen sogar geschrumpft ist. Anstatt jedes Monster hektisch in die neuen Spiele zu übertragen, haben sich die Macher vernünftig vorgenommen, eine völlig neue und lebendige Welt zu erschaffen und die Grundidee sorgfältig zu entwickeln. Diese beiden Ansätze bieten die bisher beste Erfahrung der Serie. Pokémon-Fans können sich auf ein herausragendes Spiel mit "Schwert" und "Schild" mit fast allen bekannten Kaufargumenten freuen.

Abgesehen von ein paar verschiedenen Taschenmonstern und Charakteren sind beide Spiele identisch. Der Test wurde "Pokémon: Schild" unterzogen. Die neuen Taschenmonster sorgen schnell für Gruppenfieber und neue Spielmechanismen wie das Dynamax-System und die Arena Challenge für langanhaltenden Spaß. Mit seinem kindgerechten Make-up darf dieses Spiel trotz kleiner Schwächen unter keinem Weihnachtsbaum fehlen.

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