قالب وردپرس درنا توس
Home / Wissenschaft & Technik / Steam Play: Tschüss Windows, hallo Linux – ein Spieler zieht um

Steam Play: Tschüss Windows, hallo Linux – ein Spieler zieht um



In den letzten Jahren hat sich der Spielemarkt merklich verändert: Windows ist immer noch das am weitesten verbreitete Betriebssystem für Spiele, aber immer mehr Titel erhalten native Linux-Unterstützung. Mit der Übersetzungsbibliothek Steam Play aka Proton und der Stadia-Streaming-Plattform von Google wird Linux immer attraktiver. Ich habe es gewagt, von Windows zu Linux zu wechseln.

Mich hat besonders interessiert, wie schnell native oder übersetzte Spiele unter Linux laufen und ob es andere Probleme gibt. In meinem ersten Leistungsvergleich starte ich die Linux-Distribution Manjaro 18 gegen Windows 10. In fünf beliebten Steam-Spielen verschiedener Genres finde ich heraus, mit welchen Fallen oder Verlusten Geforce- und Radeon-Nutzer zu rechnen haben ̵

1; und mit welchen nicht mehr.

Die Installation von Manjaro ist sehr einfach: Ein USB-Stick mit rund 4 GB Speicherplatz reicht aus. Ich schreibe mit dem Open-Source-Programm Etcher das zuvor heruntergeladene, bootfähige Live-Image von Manjaro auf den Stick, starte neu, wähle den soeben erstellten Stick im Boot-Menü des Mainboards aus – und bin innerhalb weniger Sekunden in Manjaro Linux .

Unterwegs stieß ich jedoch auf die erste Fehlerquelle, die ein Anfänger leicht übersehen konnte. Nvidia-Benutzer sollten dringend non-free als Treiber im Live-USB-Startbildschirm auswählen. Die nicht-Open-Source-Nvidia-Treiber werden als Extra installiert. Nvidia entwickelt und veröffentlicht sie parallel und weitgehend mit den Windows-Treibern. Zum Zeitpunkt meiner Messungen für Manjaro Linux ist jedoch nur eine veraltete Version des Nvidia-Treibers verfügbar, dazu später mehr.

  1. DASGIP Informations- und Verfahrenstechnik GmbH, Jülich
  2. Bundeskriminalamt, Wiesbaden



Die standardmäßig ausgewählte kostenlose Variante installiert Open-Source-Treiber. Bei Nvidia wäre dies das sogenannte Nouveau-Paket gewesen: ein Produkt von freiwilligen Reverse-Engineering-Mitarbeitern, bei dem jedoch eine erheblich schlechtere Spielleistung erzielt wird. Der nachträgliche Wechsel zu unfrei ist theoretisch möglich, aber fehleranfällig. AMD-Nutzer hingegen können und sollten kostenlos auf zurückgreifen da AMD seine Treiber als Open-Source-Paket amdgpu ausliefert und aufgrund dessen aus dem Verkehr gezogen wird. Box-Lösung Beliebt bei Linux-Spielern.

Der Manjaro-Installationsassistent führt mich durch die üblichen Partitionierungsmethoden. Die parallele Nutzung von Windows und Linux ist ebenfalls möglich. Ein solches Dual-Boot-System ist jedoch nicht Teil meines Tests. Es ist zu beachten, dass Dual-Boot-Konfigurationen häufig durch wichtige Windows-Updates überschrieben werden und anschließend nur Windows gestartet wird.

Nach der Installation des einzigen 8-GB-Betriebssystems befindet sich Steam bereits im Startmenü. Vorerst hätte ich die Aktualisierungsbenachrichtigungen von Manjaro, die beim ersten Start auftraten, ignorieren müssen. Da Updates unter Linux jedoch nicht unbedingt einen Neustart erfordern, installiere ich sie dennoch im Hintergrund und richte den Steam-Client vorher ein.

Für meinen ersten Test nehme ich keine weiteren Anpassungen in Steam vor und installiere nur Spiele, ohne dass diese spezielle Konfiguration unter Linux bootfähig sind. Lassen Sie für den ersten Leistungsvergleich Manjaro Linux 18 vs. Steam alle Betafunktionen veröffentlichen, die in von Linux unterstützten Spielen nicht offiziell spielbar sind. Außerdem beschränke ich mich auf die fünf Titel "Doom" (2016), "Dirt Rally", "Rocket League", "Rise of the Tomb Raider" und "Tropico 6" eines Freundes bekommt die Ernüchterung: Es schrumpft auf 136 Spiele mit Linux – 408 unter Windows. Aber es gibt keinen Grund zur Verzweiflung: Sogar eine Reihe von nicht verfügbaren Spielen läuft unter Linux.


Source link