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"Wild im Wald" bei RTL II: Einfach aber fein – Fernsehkritik von Anja Rützel





Vielleicht haben die Macher von "Wild im Wald" nach endlosen, schmerzhaften Experimenten endlich die goldene Formel gefunden.

Vielleicht ist dieses Format mit seiner Mischung aus Junggesellenabschiedskostüm, einem Dutzend Versionen des "Ninja Warrior Germany" -Kurses und dem bekanntesten traditionellen Spiel im "Sommerhaus der Sterne" die ultimative Fluchtmöglichkeit : Menschen in riesigen Waldtierkostümen müssen verschiedene Hindernisläufe überwinden, und weil sie zwischen Fuchs, Eule und Eichhörnchenköpfen nichts sehen können, müssen sie den Anweisungen ihres entlarvten Partners folgen ̵

1; und natürlich , ein verzweifelter Dachs fällt ständig über einen Baumstamm oder fängt ein verwirrtes Huhn im Gestrüpp.

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"Wild im Wald":
Gut gepolstert, aber leider blind

Man könnte dies nun halbherzig als die perfekte Metapher für das hartnäckige Leben des Menschen sehen, der in den Zwängen gefangen und von außen kontrolliert ist Der Druck der Gesellschaft durch das Dasein rauscht – aber das Schöne an "Wild im Wald" ist, dass es keine solchen Bedeutungshorten braucht, weil es nur eine Show sein will, in der sich Menschen in Tierkostümen ungeschickt machen und deshalb sind lustig.

Es gibt keine Prominenten in den Kostümen, zum Glück nur das Nötigste über die Verwandtschaft, mollig oder liebeskummer Zweierteams, die Kostüme sind nicht so störend wie "The Masked Singer" oder extra räudig wie der "Sommerhaus" -Kurs , Moderatorin Sonja Zietlow tritt nur sporadisch auf, die Stimmung der Show ist nicht einmal übertrieben oder hysterisch.

Hier geht es nicht um viel, auch nicht für die Sieger: Das siegreiche Tierpilotenteam bekommt 5000 Euro (geteilt durch zwei) plus eine Reise nach Ägypten. "Wild in the Woods" stammt übrigens nicht aus RTL2s eigener Müllfabrik, sondern ist eine Adaption des britischen Originals "Wild Things".

"Wild in the Woods" bezieht sich nicht auf irgendetwas, das macht es zu seinem Escape-TV-Format. Es ist kein aufregendes Ereignis, es ist eine ununterbrochene Ablenkung: Sie sehen zu und lachen weil die Ente den Fuchs drückt, bevor er dreimal hintereinander von einem schwingenden Hummelpendel getroffen wird.

Man kichert, weil die Eule ungeschickt auf dem Drehteller rollt. Es stört dich fast, wenn die Dachs-Kostümierten und ihre Piloten wegen des andauernden Versagens in die Haare kommen und sich immer noch "Babe" nennen, weil du nur in Ruhe schauen willst, als jetzt der Fuchs die Ente angreift. Interessanterweise Es sind vor allem die Momente zwischen den Spielen, die bewegen und nehmen das Format: die Bilder von depressiven Kostümtieren herumstehen, vor allem wegen ihrer Leistung in Fliegenpilz Überwindung ausgeschieden. Die Ente, die mit wahrer Verzweiflung frisst: "Mein Gott, es kann nicht sein, dass ich nie etwas in meinem Leben gewinne."

Die Momente, in denen einer von diesen überlebensgroßen, auf niedliche Waldtiere getrimmten, nur wahnsinnig menschlichen

Anja Rützel über Sexismus im Müllfernsehen


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