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Das Suizidrisiko ist je nach Beruf signifikant höher – Nachrichten Wirtschaft: Wirtschaft



Viermal ist es in seiner Wohngemeinschaft passiert. Mit Bauern, die Markus Ritter sehr gut kannten. "Die Todesfälle für die Familien waren enorm, alle Höfe wurden in der Folge aufgegeben", sagt der Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes. Die Selbstmorde haben ihn auch genommen. "Man kann es nicht glauben. Und fragt sich immer wieder, ob man hätte helfen können."

Es gibt verschiedene Auslöser in der Branche, die Bauern in den Selbstmord getrieben haben, sagt Ritter: die schwierige wirtschaftliche Situation, harte Arbeit von morgens bis abends 365 Tage Jahr und auch familiäre Probleme. Immer wieder lassen alle Bauern verzweifeln. "Sie befinden sich in einem schwarzen Tunnel, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt", sagt Ritter.

In diesem dunklen Ort leben überdurchschnittlich viele Bauern. Dies zeigt eine Studie des Universitätszentrums für Allgemeinmedizin und Gesundheitswesen Lausanne (Unisanté). Fast 20'000 Selbstmorde, die von 1

990 bis 2014 in der Schweiz begangen wurden, wurden von den Forschern ausgewertet. Und diese wurden in Sektoren und Aktivitäten unterteilt.

Die Zahlen wackeln. Die Betroffenen erreichten im Durchschnitt nicht das 48. Lebensjahr. Fast dreimal mehr Männer als Frauen haben sich das Leben genommen. Zum Beispiel fanden die Daten Selbstmorde von 179 Sicherheitsmitarbeitern, 195 Sekundarschullehrern oder 737 Finanz- und Verkaufsfachleuten.

Männer und Frauen üben andere Risikoberufe aus

Quoten sind jedoch nicht schlüssig Berücksichtigen Sie die Anzahl der Arbeitnehmer in jedem Beruf. Sie zeigen, dass für mehrere Berufe ein viel höheres Selbstmordrisiko besteht als für die gesamte Bevölkerung im Alter von 15 bis 65 Jahren.

In der Krankenpflege, in Fabriken und sogar in Chauffeuren sind erhebliche Risiken aufgetreten. Hinzu kamen geschlechtsspezifische Einzelaktivitäten: So war das Suizidrisiko bei Autorinnen höher als bei der Gesamtbevölkerung, bei Männern in diesen Berufen jedoch nicht. Auf der anderen Seite war die Quote für Bäuerinnen vergleichsweise niedrig. Im Gegensatz dazu waren männliche Tierzüchter und Landwirte extrem gefährdet – in keinem anderen Beruf war die Quote bei Männern höher.

Die Ergebnisse der Studie waren "zutiefst betroffen", sagt Markus Ritter von den Farmers & # 39; Verband. Dies gilt auch für Vertreter anderer gefährdeter Wirtschaftszweige. "Krankenschwestern wollen trotz enger Zeitpläne Gutes tun", sagt Yvonne Ribi, Direktorin des Berufsverbandes der Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen. "Es kann moralischen Stress verursachen, wenn dies fehlschlägt."


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Ribi gibt an, dass die emotionale Komponente der Pflege besonders wichtig ist. "Krankenschwestern öffnen sich immer ein Stückchen." Das birgt aber auch das Risiko, dass Stresssituationen sehr eng waren.

Die gute Nachricht: Seit 1990 hat sich die Zahl der Selbstmorde deutlich verringert, bei Männern sogar halbiert. Ausgenommen hiervon waren Geschäfts- und Bereichsleiter großer Unternehmen, in denen in letzter Zeit erneut Fälle aufgetreten sind.

Das größte Risiko für Arbeitslose

Es gab Unterschiede in der Vorgehensweise. Bauern starben meistens durch Hängen. In der Gesundheitsbranche war die Vergiftung die häufigste. Verteidigungskräfte, ob Militär oder Polizei, setzten ihrerseits überdurchschnittliche Schusswaffen ein.

Nach Ansicht der Autoren ist eine eingehende Analyse erforderlich. Die Unterschiede zwischen sicheren und schutzbedürftigen Berufen verstehen und spezifische Präventionsmaßnahmen entwickeln.

Dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ist die Studie bekannt. "Selbstmord ist ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit und eine Tragödie, insbesondere für Angehörige", sagt Sprecher Fabian Maienfisch. Er erinnert daran, dass Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. "Einschließlich der psychischen Gesundheit."

Die Selbstmordrate war etwa doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung arbeitsloser Frauen und Männer.

Der Fokus von Seco 2014-2018 lag auf den kantonalen Arbeitsämtern. Unter anderem wurden 185 Betriebsinspektionen durchgeführt, um zu untersuchen, wie die Mitarbeiter Für die psychosoziale Gesundheit wird gesorgt. Im Abschlussbericht heißt es: "Bestimmten Arbeitgebern mangelt es an Handlungsbereitschaft, anderen an Mitteln, und andere glauben, dass psychosoziale Risiken in erster Linie private Themen sind, und einige regulieren diese Risiken informell und nicht durch strukturierte Präventionsmaßnahmen." Es bedarf noch einiger Anstrengungen, "um diese Ansicht zu ändern.

Dies würde den arbeitenden Menschen zugute kommen. Aber nicht allen, die keine Beschäftigung haben. Aber genau hier stellt die Lausanne-Studie das größte Risiko dar. Bei arbeitslosen Frauen und Männern Die Selbstmordrate war etwa doppelt so hoch wie die der Gesamtbevölkerung.

Einer von Hunderten Betroffenen war Felix Meier *. Als angesehener Kadermann im Marketing geriet er nach dem Verlust dieses Ortes in eine Abwärtsspirale. "Er verlor seine Familie, dann sein Geld und schließlich der Wille zum Leben ", sagt Heidi Joos. Der Geschäftsführer des Vereins Avenir 50plus kündigte 2016 den Selbstmord von Meier an," um die Bevölkerung aufzumischen ".

Sie erhält regelmäßig Anrufe von Arbeitslosen, die über ihr eigenes Leben nachdenken: "Die meisten von ihnen sind gut ausgebildete Männer", sagt Joos. "Sie haben Angst vor Altersarmut und fühlen sich von der Gesellschaft verraten." Scham spielt sogar eine große Rolle das Gefühl, nichts wert zu sein. Das Gespräch ist immer über die aktuelle Situation Sinn machen. «Auch ohne Job.»



Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe. Lesen Sie alle Artikel im E-Paper der SonntagsZeitung: App für iOS – App für Android – Web App

Erstellt: 21.07.2019, 08:33 Uhr


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