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Der Schweizer Vereinsfußball ist auf dem Weg nach unten



Ankunft des FC Zürich in Neapel: Es sollte die letzte Europacup-Reise eines Schweizer Clubs in dieser Saison sein. Bild: KEYSTONE

Warum der Schweizer Klubfußball rückläufig ist

Die Schweiz fällt in der UEFA-Rangliste immer zurück. Wenn der FC Zürich heute nicht mindestens ein Unentschieden in Neapel zieht, hat dies Konsequenzen. Warum geht es mit dem Schweizer Vereinsfußball bergab?

Markus Brütsch / CH Media

Im Europa-League-Spiel des FC Zürich in Neapel geht es um viel. Zum großen Teil sogar. Obwohl nach der 1

: 3-Heimniederlage die Chancen auf Weiterkommen gleich Null sind, hängt das Spiel für den Schweizer Fussball stark davon ab. Nur wenn der FC Zürich im San Paolo-Stadion mindestens einen Punkt erzielt, wird die Schweiz den 15. Platz Dänemarks im UEFA-Ranking stürzen können. Dies wäre jedoch sicherlich nur dann der Fall, wenn Dinamo Zagreb aus dem Wettbewerb ausgeschieden wäre und die 17. Kroatien nicht mehr punkten kann.

Der FCZ im letzten Training in Neapel letzte Nacht. Bild: KEYSTONE

Warum ist das so wichtig? Bleibt unser Land auf dem 16. Platz, bedeutet dies für die Saison 2020/21: Nur vier Schweizer Klubs dürfen anstelle von fünf Schweizer Klubs am Europapokal teilnehmen, und nur der Meister qualifiziert sich für die Champions League. Und: Der Pokalsieger steht nicht mehr direkt in der Gruppenphase der Europa League. Alle Schweizer Vereine müssen zwei oder mehr Ausscheidungsrunden bestehen, um sich für den jeweiligen Wettbewerb zu qualifizieren. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf den Schweizer Fussball. Nicht zuletzt in wirtschaftlicher Hinsicht.

Eine Million Franken gequetscht

Fakt ist: Obwohl die Young Boys in der Champions League eine ansprechende Kampagne lieferten und der FC Zürich in Europa überwintern kann, liegt die Schweiz in der laufenden Europapokalsaison in der UEFA-Rangliste hinter Ländern wie Zypern, Österreich, Weißrussland und Kasachstan auf Rang 26. Grund: Basel, St.Gallen und Luzern erzielten zu wenige Punkte. War es nur dumm? War es vielleicht Lospechs Schuld? Oder sind die fehlenden finanziellen Mittel die Ursache?

In dieser Umgebung wird die Schweiz klassifiziert:

Die hinterste Zahl gibt die Gesamtpunkte der letzten fünf Spielzeiten an. Tabelle: Uefa

Weder. Länder wie die Tschechische Republik, Österreich, Dänemark und Kroatien sind sicherlich nicht stärker. Der Hauptgrund für das Elend: Das Niveau der Super League hat sich langsam eingeschlichen. Obwohl viele Tore erzielt werden, ist der Rhythmus tief und die technischen Fehler sind zahlreich. Zu viele Vereine arbeiten unzureichend. Absurd: Die zweite Hälfte ist noch nicht drei Wochen alt und zwei Trainer wurden entlassen.

In keiner Liga sind die Verantwortlichen ungeduldig, nervös und hektisch als in der Super League. Nirgendwo werden die Trainer so schnell weggeschickt. Der vor einem Jahr beim FC Zürich beförderte Cheftrainer Ludovic Magnin ist bereits der Mann mit der zweitlängsten Amtszeit.

Wie kann etwas Gesundes wachsen, wenn die Kontinuität fehlt? Wenn Clubs von einem Übergang zum Wechsel aufrütteln oder sogar von Spiel zu Spiel denken? Handeln statt Konzepterhalten

Luzern hat innerhalb von 14 Monaten drei Trainerwechsel vorgenommen. Dies verschwendete große finanzielle Mittel. Die Entlassung von René Weiler kostet über eine Million Franken. Was dazu führt, dass für die Spielerüberweisungen das notwendige Geld fehlt und das Gejammer groß ist. Es ist erstaunlich, dass der Luzerner Weiler einen Dreijahresvertrag hat und gut sechs Monate später zugeben, dass die Zusage ein Fehler war. Es zeugt von mangelnder Sorgfalt bei der Beurteilung und Einstellung des Trainers.

Wie Kunden abholen

Wer ein Weiler holt, muss wissen, dass er einen ehrgeizigen, anspruchsvollen Profi bekommt. Die Transfers sind mit Ausnahme von Blessing Eleke nicht überzeugend. Ein Mangel an Fachwissen ist jedoch nicht nur in Luzern zu finden. Zu viele Vereine begehen ansonsten gescheiterte, abgehalfterte oder einfach nur verletzte Profis.

Die Klubs verhalten sich im Abverkauf wie Kunden bei Wühltische. Immer in der Hoffnung auf ein Schnäppchen. Auf einen Spieler, der dann mit so viel Gewinn wie möglich weiterverkauft werden kann. Das Ergebnis: Hausbesetzer aufgeblasen von "Müll". Es kann wie bei den Grasshoppers passieren, dass in einer Saison 18 Spieler kommen und so viele gehen. Die Fachleute entarten zu Rohstoffen, zu spekulativen Objekten. Keine Spur von Empathie. Dies ist die Basis für gute Dienste. Viele Clubbeamte erwecken den Eindruck, dass die Spieler ihr Spielzeug sind. Als ob sie eine Art Fußballmonopol oder das Online-Managerspiel des "Kickers" spielten. Und manchmal klingelt es – Hit! – und Sion kann ein Juwel wie Matheus Cunha für fast 20 Millionen Franken nach Leipzig verkaufen. Unter dem Strich sind zu viele Transfers Flops. Denn zu viele Clubs vernachlässigen das ernsthafte Scouting. Und am falschen Ort speichern.

Die Super League wird Anfang 2019 kein gutes Bild zeigen. Wie weit sich Anspruch und Realität unterscheiden, hat das Europa-League-Spiel des FC Zürich gegen Napoli eine ernüchternde Chance gezeigt. Und auch was "I-AG" mittlerweile unterwegs ist. Gut zu lesen auf dem ausgelassenen Torjubel von Benjamin Kololli im Trost gegen die Italiener.

Kololli: Kein typisches 1: 3-Jubel in der 83. Minute. Foto: KEYSTONE

Kenner der Szene, die Wochenende für Wochenende die besten Schweizer des Wochenendes beobachtet haben, sagen, dass die Qualität hier ebenfalls nachgelassen hat. Sie sehen viele kleine, verwöhnte Ronaldos, aber finden dieser Trost ist angekommen, Biss und Hunger fehlen. Sogar die einst so ehrgeizigen Migranten waren voll.

Freude herrscht nur in Bern

Echte Freude am Schweizer Klubfußball machen auf der Super League nur die Young Boys und den FC Thun. Die Sportchefs Christoph Spycher und Andres Gerber ziehen die kontinuierliche Arbeit dem Monopolspiel vor. Dass ihre Trainer Gerado Seoane und Marc Schneider noch nicht so lange im Amt waren, ist auf den Erfolg ihrer Vorgänger zurückzuführen, die weggelockt wurden.

Die Thuner verpflichten fast keine Spieler aus dem Ausland. Eine letzte derartige Übertragung wurde vor vier Jahren mit dem Neuseeländer Marco Rojas vorgenommen. Sie nutzen ihre eigene Haustür und wissen, was sie bekommen. Sie bringen Marvin Spielmann und Basil Stillhart aus Wil, Dennis Salanovic und Dominik Schwizer aus Rapperswil, Chris Kablan und Dejan Sorgic aus Kriens, Miguel Rodrigues von Servette, Nicola Sutter und Christian Fassnacht aus Winterthur, Matteo Tosetti aus Lugano – und sind Dritte. Irgendwelche Fragen?

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