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Migros überholt Coop in kleinen Läden – News Business: Firmen



Sonntags oder abends etwas Kleines kaufen? Dies ist in Tankstellen und sogenannten Convenience-Shops möglich. Für den Kunden ist es ein lukratives Geschäft für den Handel. Auch die beiden Großen – Coop und Migros – teilen sich in diesem Segment einen großen Teil des Umsatzes.

Die Migros gab erstmals detaillierte Verkaufszahlen bekannt, wie das Marktforschungsinstitut GFK in seinem letzten Einzelhandelsbericht schreibt, der am Dienstag veröffentlicht wird. Damit sind die Zahlen von Coop und Migros erstmals vergleichbar. Es zeigt sich, dass die Migros mit ihren Migrolino-Filialen mehr Umsatz macht als Coop.

Laut GFK hat Coop im vergangenen Jahr in den Coop Pronto-Filialen 81

9 Millionen Franken erwirtschaftet, 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Migros ist dynamischer unterwegs. Der Umsatz konnte um 6,3 Prozent auf 823 Millionen Franken gesteigert werden. Über 300 Shops werden unter den Markennamen Migrolino und Coop Pronto betrieben. Es gibt auch Migrol-Läden und Coop-to-Go-Läden, die sich ebenfalls im Convenience-Bereich befinden.

Dem allgemeinen Wachstum werden neue Konzepte hinzugefügt.

Der Prestigesieg in den Convenience-Läden könnte bald wieder Coop gehören. Weil die Migros an den Bahnhöfen 10 Filialen aufgeben muss. Die SBB hat diese Filialen im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens neu zugeordnet. Davon konnte Valora profitieren.

Das Geschäft mit Convenience- und Tankstellenshops hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Im Gegenzug wurden neue Geschäfte eröffnet, da die Kunden die längeren Öffnungszeiten und die Lage auf den Straßen oder in Bahnhöfen zu schätzen scheinen. Ansonsten stürzten sich verschiedene Anbieter auf den Convenience-Markt, da der Einzelhandel ein hartes Stück mit wenig Wachstum ist. Im Jahr 2010 gab es noch 1548 solcher Läden, heute gibt es mehr als 1800. Zum Beispiel betreibt Aldi auch einen kleinen Laden im Bahnhof von Lausanne.

Allein die Tankstellenshops machen 3,25 Milliarden Franken Umsatz, die übrigen Convenience-Stores rund 1,2 Milliarden. Insgesamt wuchs der Umsatz des gesamten Segments, einschliesslich der zum Mitnehmen angebotenen Bäckereien und der kleinen Einzelhändler, auf 9 Milliarden Franken. Das sind rund 10 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens. Ein Ende des Wachstums im Convenience-Bereich ist nicht absehbar. In naher Zukunft wird Valora Kioske an Bahnhöfen in Convenience-Stores umbauen.

Wachstum auf dem Land

Wachstum ist auch außerhalb der großen Zentren zu beobachten. Dort hat sich die landwirtschaftliche Genossenschaft Fenaco mit ihren Top-Läden verbreitet. Inzwischen erwirtschaften die Geschäfte einen Umsatz von 270 Millionen Franken. Das ist fast so viel wie Valoras Convenience-Shops an den Bahnhöfen. Eine Fenaco-Sprecherin sagte: "Der Bedarf der Kunden an Fastfood hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird." Fenaco plant daher, drei bis vier Geschäfte pro Jahr wieder zu eröffnen.

Über die Zukunftsstrategie bei Coop Pronto will sich Coop nicht äußern. Auch mit Migrolino sind Sie schweigsam. Eines ist sicher: Der Markt wird sich weiter entwickeln. Dem allgemeinen Wachstum werden neue Konzepte hinzugefügt. Zum Beispiel testete Valora ein Geschäft ohne Personal am Zürcher Hauptbahnhof, und Migrolino plant dasselbe. Und Coop präsentiert in diesem Segment regelmäßig neue Geschäftsideen wie Sapori d'Italia oder Coop to go.

(Herausgeber Tamedia)

Erstellt: 17.06.2019, 20:50


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