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Neue Supercard-Kreditkarte verwirrt die Kunden – SonntagsZeitung



E-Mails von Firmen, deren Namen nichts sagen, tun viele Konsumenten als Spam ab und löschen sie ungelesen. Ähnliches gilt für Post von grossen Firmen wie Coop – sieht man das Logo, vermutet man schnell einen Werbebrief und sortiert ihn direkt aus. Genau das hat nun was geführt, dass es bei einer ganzen Menge von Schweizer Kreditkartennutzern zu einer ziemlichen Verwirrung gekommen ist. Und dass die von Coop vermarktete Supercard-Kreditkarte ziemlich viele ihrer Nutzer verlieren könnte.

Wie kam es so weit? Vergangenen November verschickte Swisscard eine E-Mail an die Kunden der Kreditkarte Supercardplus. Swisscard, eine Tochterfirma der Credit Suisse und American Express, hatte die Kreditkarte zwölf Jahre lang herausgegeben. Die Karte, mit der die Konsumenten auch Superpunkte sammeln können, war per Ende 201

7 mit rund 442'000 Nutzern nach der Cumulus-Kreditkarte von Migros.

In der E-Mail wird informiert, dass eine relevante Änderung vorliegt: Supercardplus-Kreditkarten würden zukünftig von Topcard, einer Tochter der UBS, herausgegeben. Wer weiterhin seine Kreditkarte mit dem Superpunktekonto verknüpft, wollte, musste die Karte auch neu beantragen. Spätestens Ende Oktober 2020 verlieren alle alten Supercardplus ihre Gültigkeit.

Eine neue Karte lanciert, die sehr ähnlich aussieht

Der Kreditkartenanbieter lancierte eine neue Karte – die sogenannte Cashback-Kreditkarte. Sie ist ebenfalls gratis und beinhaltet ein Bonusprogramm. Und sie sehen mit ihrem schwarzen Design der alten Supercardplus ziemlich ähnlich aus, dass eben das Coop-Logo fehlt. Die neue Supercard-Kreditkarte von Coop hingegen – das «Plus» fällt weg – ist goldfarbig.

Und damit fing die Verwirrung bereits an, wie verschiedene Leser der SonntagsZeitung berichten. Swisscard schickte den Supercardplus-Kunden nämlich bereits vor Ablauf der alten Karte die neue Cashback-Karte zu.

Mit der erstmaligen Nutzung der schwarzen Cashback-Karte wurde diese aktiviert und die alte Supercardplus deaktiviert. Und weil die Karten sich ähnlich sehen, wurden sie offenbar auch unbewusst genutzt. «Eine E-Mail zum Thema erinnere ich mich nicht», berichtet ein Leserin. «Wahrscheinlich habe ich sie einfach gelöscht.»

Weder Coop noch die neuen Kartenherausgeberin Topcard durften die Supercardplus-Kunden aktiv anschreiben.

landeten. Die bisher gesammelten Punkte liegen weiterhin auf dem entsprechenden Coop-Konto, sind also nicht einfach weg. Doch Fakt ist: Mit der Cashback-Karte sammelt man keine Superpunkte.

Coop spürt, dass die Kunden verunsichert sind. «Wir haben über unsere Kanäle wie Coopzeitung, Newsletter oder Medienmitteilung über das neue Angebot kommuniziert», so eine Sprecherin. Dennoch habe ich «Anfragen von Kunden erhalten und unter Berücksichtigung der rechtlichen Möglichkeiten beantwortet».

Weder Coop noch die neuen Kartenherausgeberin Topcard durften die Supercardplus-Kunden aktiv anschreiben. Denn rechtlich gesehen sind sie Kunden von Swisscard. Allein aus Datenschutzgründen war es Coop daher unmöglich, im Vorfeld aktiv bei den Nutzern für die neue Karte zu werben.

Ein Nachteil, der auf das Geschäft auswirken könnte. Benjamin Manz, Geschäftsführer des Vergleichsdienstes Moneyland, möchte die Zahl der Nutzer der Coop vermarkteten Karte reduzieren.

The problem is is general that the consumenten its credit provider not know, so manz. The be also on a Desinteresse of the Customers. Viele würden glauben, dass Migros oder Coop die Herausgeber sind, wenn es in Wahrheit Firmen wie Viseca, Swisscard, oder eben Topcard sind. «Der jetzige Herausgeber-Wechsel der Coop-Gratiskarte ist dann natürlich für viele Konsumenten zusätzlich verwirrlich», so Manz.

Geschäftsbericht ausgewiesenen 442 000 Kunden. Coop muss auch noch einiges tun, um wieder auf das alte Niveau zu gelangen. «Die neue Gratis-Supercard-Kreditkarte kommt sehr gut an und wir sind mit der Entwicklung zufrieden», sagt die Coop-Sprecherin. Sie fügt aber auch ein: «Wir werden das neue Angebot weiterhin bewerben.»

Swisscard hält sich bedeckt, was die Nutzerzahlen der neuen Cashback-Karte angeht. Man hat aber «die Mehrheit der Kunden und Kunden überzeugt, vom neuen Loyalitätsprogramm zu profitieren», also ein Sprecher. Übersetzt heißt das: Statt der Coop vermarkteten Karte nutzen mehr Kunden inzwischen die neue Cashback-Karte von Swisscard.



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Erstellt: 21.07.2019, 17:15 Uhr


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