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Rache nun die Fehler bei der Beschaffung der F / A-18 – SonntagsZeitung



In der Westschweiz spielen derzeit die fünf Kampfjethersteller ihre Muskeln. In einer Woche ist Boeing an der Reihe der Super Hornets. Ihr Vorgänger, die F / A-18 Hornet, bereitet sich darauf vor, den Verteidigungsminister Viola Amherd nur mit vielen Kopfschmerzen zu belästigen. Ersatzteile passen nicht und führen zu Wartungsproblemen. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass die Beschaffung vor dreißig Jahren für wichtige Tests eingestellt wurde.

Rückblende: Bereits bei der Bewertung des F / A-18 in den frühen neunziger Jahren stellten die Experten fest, dass die Jets aufgrund der helvetischen Topographie dreimal so stark beansprucht würden wie der US-Hersteller. Aus diesem Grund installieren die Schweizer in einigen Kampfflugzeugen Titan anstelle von Aluminium, modifizieren 70 strukturelle Komponenten pro Maschine, verstärken 800 Verbindungen und überholen 1

.800 Löcher – mit dem Ziel, die Hornets für eine Lebensdauer von 5.000 Flugstunden fit zu machen. [19659006] Die 34 verstärkten F / A-18 werden der Luftwaffe zwischen 1996 und 1999 übergeben. Die Maschinen zeigen jedoch viel früher Ermüdungserscheinungen als erwartet – unter anderem durch Vibrationen, deren Auswirkungen nicht geprüft wurden während der Produktion. Betroffen sind der Schwanz und die äußeren Flügelteile. Dies geht aus einem öffentlichen Vortrag eines Ingenieurs des Bundesamtes für Rüstung (Armasuisse) der ETH Zürich hervor. Eine Filmsequenz veranschaulicht die auffälligen, nicht erkannten Vibrationen der V-förmigen vertikalen Stabilisatoren im Luftkampf.

Vier Abstürze haben die Situation verschärft.

Wie aus der Dokumentation der Vorlesung ersichtlich, haben die Verantwortlichen vor dreißig Jahren diese Schwingungen und ihre Wirkung auf das Material unterschätzt. Die Jets altern schneller als erwartet. Zum Beispiel entdeckte ein Mechaniker vor einem Jahr ein gebrochenes Scharnier an der Landeklappe einer Maschine. Alle Hornissen wurden überprüft, und fünf von ihnen mussten mehrere Monate am Boden bleiben. Der Verlust von vier F / A-18-Abstürzen erhöhte die Belastung der verbleibenden 30 Flugzeuge.

Nicht nur die Vergangenheit holt die Kampfjets ein. Auch der Luftwaffenchef Bernhard Müller macht sich Sorgen über die neuesten Entwicklungen: Derzeit ist die F / A-18-Flotte nur in reduzierter Form erhältlich. "Es ist unklar, wie lange wir mit weniger Flugzeugen auskommen müssen", sagt Müller. Er hat daher VBS-Chef Amherd und die Security Policy Commission des Parlaments (SIK) informiert.

Der Grund für die reduzierte Verfügbarkeit sind Wartungsarbeiten an den Kämpfern, die ihre Lebensdauer verlängern sollten. Denn: Nach dem Gripen-No müssen die Hornissen nicht wie geplant 5000 Stunden, sondern 6000 Stunden bewältigen. Das Parlament hat für Lebensverlängerungsmaßnahmen von 450 Millionen Franken gesprochen. Zum ersten Mal werden die F / A-18 vollständig auseinandergenommen. Als Prototyp hat ein Kampfjet bereits den ersten Teil des zweistufigen Wartungsprozesses des staatlichen Technologiekonzerns Ruag durchlaufen, der vier Monate dauerte. Basierend auf dieser Zeitspanne berechneten die Experten die Wartung der gesamten Flotte.

Mit den nächsten fünf F / A-18 in der Werkstatt wurden unerwartete "Problembereiche" entdeckt. "Wir haben herausgefunden, dass sie nicht identisch sind." Zum Beispiel passen Bohrungen für Ersatzteile nicht zur Flugzeugstruktur. Nieten wurden bei der Herstellung der Düsen nicht professionell konstruiert.

Für die Mechaniker sind die Jets reine Überraschungsbeutel.

Dies macht die 34 Hornets zu einem Überraschungsbeutel für Mechaniker, der die Wartung unvorhersehbar verzögert. "Wir wissen nicht, wie die anderen Flugzeuge aussehen", sagt Müller. Aber das ist noch nicht alles: "Es ist auch unklar, was der zweite Teil des Wartungsprogramms ans Licht bringen wird."

Der Chef der Luftwaffe kann daher nicht vorhersagen, wie die Flotte in den kommenden Monaten verfügbar sein wird. Er ist jedoch überzeugt, dass die vom Parlament genehmigten 450 Millionen Franken trotz der Komplikationen ausreichen werden. "Wir erwarten weder einen größeren Bedarf an Arbeitskräften noch zusätzliche Materialkosten."

Wie Armasuisse berichtet, sind bis 2024 mit Einschränkungen zu rechnen. Inwieweit der derzeitige Missstand in der Verwaltungstätigkeit mit den nicht durchgeführten Vibrationstests zusammenhängt, ist nicht klar. Die finanziellen Folgen dieses Versäumnisses bleiben unklar, und bis zum Redaktionsschluss blieben Fragen offen.

Josef Dittli, FDP-Ständerat und Präsident der SIK, ist "besorgt" über die Verwundbarkeit der F / A-18-Flotte. "Wir haben die Schmerzgrenze erreicht und schon bei der nächsten Veranstaltung haben wir ein Problem", sagt er. Es konnte nicht sein, dass ständig zu wenige Maschinen zur Verfügung standen. Dittli fordert: "Wenn das so weitergeht, müssen die Verantwortlichen konkrete Maßnahmen ausarbeiten." Zum Beispiel muss Ruag seine Kapazität erhöhen, damit Reparaturen schneller ablaufen können. "Oder die Luftwaffe müsste ihre Operationen wieder auf die Geschäftszeiten reduzieren."



Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe. Alle Artikel in der SonntagsZeitung lesen: App für iOS – App für Android – Web-App (SonntagsZeitung)

Erstellt: 21.04.2019, 11:46


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