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Senioren am Steuer verursachen immer schwerwiegendere Unfälle



Senioren über 70 Jahre haben im vergangenen Jahr insgesamt 315 Verkehrsunfälle mit schwerverletzten oder toten Personen verursacht. In den meisten Fällen haben sie die Verkehrsregeln missachtet, waren unaufmerksam oder abgelenkt. Außerdem: Seit diesem Jahr müssen die älteren Fahrer nicht mehr 70 von 70 kontrollieren, sondern erst ab 75.

Wie die Zwischenbilanz zeigt, haben den kantonalen Strassenverkehrsämtern im ersten Halbjahr 2019 wie im Vorjahreszeitraum mehr Führerscheine entzogen. Von allen Menschen im Alter zwischen 70 und 74 Jahren, die sich seit dem laufenden Jahr keiner ärztlichen Untersuchung mehr unterziehen müssen, ging die Zahl der Entnahmen jedoch um 20 Prozent zurück.

Über 7.000 Senioren mussten ein Ticket aushändigen

Ob die Erhöhung der Altersgrenze dafür sorgt, dass weniger betrunkene Senioren erkannt und vom Markt genommen werden, ist unklar, schreibt die "Sonntagszeitung". Wie Dr. Matthias Pfäffli von der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGMR) sagt, ist der Verdacht berechtigt. "Zumindest sehe ich keinen anderen Grund, warum die Anzahl der Abhebungen in dieser Altersgruppe um 20 Prozent gesunken ist."

Gegenüber 2008 müssen immer mehr Fahrer ab 70 Jahren ihre Fahrkarte abgeben. Im vergangenen Jahr wurden im Vergleich zur Hälfte des Jahres 2008 insgesamt 7446 solcher Ausweisentnahmen registriert. Wie die Zeitung schreibt, sind die meisten Entnahmen auf Krankheit und Gebrechen zurückzuführen.

Ältere Autofahrer verursachen täglich schwere Unfälle

Eine Analyse der Unfallstatistik des Bundesamtes für Strassen (Astra) zeigt etwas Schreckliches: In der Schweiz ereignet sich fast täglich ein schwerer Unfall, der einen älteren Autofahrer verursacht.

Er ist aber nicht der einzige Rentner, dessen Verstoß gegen das Verkehrsrecht schwerwiegende Folgen hatte. Allein im vergangenen Jahr wurden 1802 Personen über 70 Jahren verurteilt. Das sind doppelt so viele Schuldsprüche wie im Jahr 2008.

Auch Senioren sind häufig Opfer von Unfällen.

Laut dem Beratungszentrum für Unfallverhütung (BfU) gibt es spezifische Gründe für die Zunahme von Verurteilungen ). Zum einen handelt es sich dabei um neu geschaffene Verkehrsflächen, die insbesondere für Rentner Probleme bereiten würden. "In der Vergangenheit gab es zum Beispiel kaum Begegnungszonen und viel weniger Kreisverkehre. Es ist durchaus möglich, dass ältere Menschen häufiger Fehler machen als Jungen, die dies von Anfang an gelernt haben", sagt Karin Huwiler. Straßenverkehrsexpertin zur Sonntagszeitung.

Die Mediensprecherin der AXA-Versicherung, Anna Ehrensperger, weist jedoch darauf hin, dass Senioren gleichzeitig häufiger als der Durchschnitt Opfer von Verkehrsunfällen sind. "Gründe sind, dass Senioren anfälliger sind. Darüber hinaus werden sie hauptsächlich in städtischen Gebieten und auf Landstraßen eingesetzt, auf denen Unfälle häufiger vorkommen."

Dies wird auch durch einen Bericht des Unfallverhütungsdienstes (BfU) bestätigt. "Das Risiko tödlicher Unfälle ist bei Senioren ab 65 Jahren am höchsten", heißt es. Die Zahl der Toten pro 10000 Personenschäden war "drei- bis sechsmal höher als die von" andere Verkehrsteilnehmer ". (frk)

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