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Zusätzlich zur Mondlandung hat SRF auch "Teleboy" getauft



Die 1969 vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlte Sondersendung über die Mondlandung existiert nicht mehr. Die Archivbänder des Zeitdokumentes wurden leicht überspielt. Viele andere Sendungen fielen den fragwürdigen Aufräumarbeiten zum Opfer.

Es wäre ein Zeitdokument von unvorstellbarem Wert gewesen: Das Schweizer Fernsehen räumte die Sondersendung über die Mondlandung auf, die am Samstag zum 50. Mal gefeiert wurde. Ein erneuter Blick auf die Berichterstattung des Mathematikers Bruno Stanek (75) und des Moderators Charles Raedersdorf (84) ist daher nicht möglich. "Die Bänder waren zu dieser Zeit sehr teuer, weshalb das Band mit der selbst produzierten Sendung der Mondlandung später zurückübertragen wurde", bestätigte eine SRF-Sprecherin gestern Sonntagblick.

Aber die Sondermission zur Apollo 11-Mission ist kein Einzelfall, TV kennt Legende Max Sieber (76), der den Mondlandebericht gesendet und auch den "Teleboy" produziert hat: "Heute nur noch drei von 36 Folgen von <Teleboy sind archiviert, nur noch wenige Stills zu finden. " Die legendäre Samstagsabendshow hat wiederholt Schweizer TV-Einschaltquoten erzielt, darunter den höchsten jemals gemessenen Zuschaueranteil der Geschichte mit zwei Millionen Zuschauern.

"Es ist wie ein Verbrechen"

Auch das Filmmaterial der meisten Live-Unterhaltungsprogramme vom Beginn der Sendung bis Mitte der 80er Jahre, einschließlich aller Sendungen des Kabarettisten César «Cés» Keiser (1925-2007) wurden zerstört, so Sieber weiter. Das war damals üblich und wurde von niemandem in Frage gestellt. "Rückblickend ist es wie ein Verbrechen."

Im Herbst ordnete der Direktor der Fernsehabteilung in der Regel eine Rückgabe an das Archiv an. So wurden die alten Tonbänder, die viel Platz benötigten, acht Kilo wogen und 4300 Franken kosteten, synchronisiert. "Die Zahl der nicht gemeldeten Fälle ist hoch. Mitte der achtziger Jahre ist ein großer Teil der Schweizer Fernsehgeschichte verschwunden." Erst mit der Einführung der Videokassette gab es eine einfachere und kostengünstigere Archivierungsmethode.

Kurt Felix synchronisierte auch seine Programme

Sogar "Teleboy" -Moderator Kurt Felix (1941 -2012) beteiligte sich an den Aufräumarbeiten, wie er einmal in einem Interview sagte: "Auch ich war einer dieser Kontrolleure, die die unsinnigen Ausrottungen durchkämmten, fünfzehn Teleboy-Sendungen stampften und zum Chef der Unterhaltung für diesen hochgelobten Unsinn wurden. "

Immerhin: Auch andere Sender kämpften mit dem platzintensiven Archiv. Neben dem Schweizer Fernsehen haben auch die britische BBC und der österreichische ORF das Programm für die Mondlandung synchronisiert. Sieber nachdenklich: "Bücher würden zu Recht jeden wegwerfen, Sendungen wurden einfach vernichtet. Schade."


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